Neues aus dem Internet
 
Unterstützung für Hauptamtsleiterin Herrwerth / Thomas Schneider entschuldigt sich
 
RHEINFELDEN (gb). Mit ihrer Haltung im virtuellen Logostreit bekommt die Stadt Rheinfelden nun auch Unterstützung aus Kreisen von Serviceanbietern im Internet. Die Trennung zwischen kommerziellen und öffentlichen Interessen auf den Homepages muss sein, heißt es. Schon alleine aus Gründen der Chancengleichheit.
 
Der junge Schweizer Thomas Schneider, der so selbstsicher auftritt, versteht sich jetzt immerhin zu einer Entschuldigung. Er habe, so mailt er an seine "Rheinfelden-Freunde", die Sache zunächst falsch verstanden. Jetzt aber wisse er, dass das städtische Logo das Erkennungszeichen Rheinfeldens und keineswegs eine Art modernen Wappens ist. Sonst hätte er gleich das Stadtwappen mit dem Löwen verwendet. "Für die meinerseits entstandenen Missverständnisse möchte ich mich bei den Behörden entschuldigen", schreibt er.
 
Eins hat der jetzt reumütige junge Mann aber erreicht, einen hohen Grad an Aufmerksamkeit - genau das, was im Internet die gültige Währung ist. „Die Klickraten“, sagt Rolf Tepperwien, der gerade in Grenzach-Wyhlen eine virtuelle Anbieter-Firma aufbaut, habe der Schweizer auf geradezu geniale Weise erhöht. Und da verläuft die Trennlinie, auf die Hauptamtsleiterin Susanne Herrwerth großen Wert legt. Für sie ist nicht das Logo der große Streitpunkt, sondern der kommerzielle Hintergrund des jungen Mannes und die Vermischung mit öffentlicher Dienstleistung. Schneider bietet zum Beispiel seine Dienste beim Aufbau einer Website an.
 
Thomas Schneider "hofft", dass nach seinem Eingeständnis die Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt sind. Mit Susanne Herrwerth ist ein neues Gespräch anberaumt. Diese hätte schon längst stattfinden können, wenn der Internet-Freak sich rechtzeitig gerührt hätte. Die Mail von Hauptamtsleiterin Herrwerth blieb eine Woche lang unbeantwortet, ebenso andere Kontaktversuche. Nach wie vor aber gilt: An den Rheinfelder Spaziergängen von Thomas Schneider haben viele Freude. Deshalb hat Susanne Herrwerth auch ihr Bemühen noch nicht aufgegeben. Vielleicht entsteht doch noch eine "Verlinkung".
 
Mein Kommentar: Es stören mich vor allem drei Dinge:
  • "Die Klickraten", sagt Rolf Tepperwien, [...], habe der Schweizer auf geradezu geniale Weise erhöht. - Dass diese ganze Meinungsverschiedenheit überhaupt in den Zeitungen zu lesen ist, ist die "Schuld" von Oberbürgermeister Niethammer. Ich bin damit nie an die Presse gegangen.
     
  • Schneider bietet zum Beispiel seine Dienste beim Aufbau einer Website an. - Dass dies falsch verstanden wurde, hat mir auch Herr Schuler erklärt. Meine Angebote sollen den Rheinfelder Geschäften ermöglichen, sich auch einen Internetauftritt leisten zu können. Dabei sind die Preise so billig, dass ich selbst daran nichts verdiene, sondern eher Verlust mache. Neu habe ich jetzt noch "zum Selbstkostenpreis" hinzugeschrieben, damit auch unerfahrene Besucher dies erkennen können. Zum Beispiel gibt es eine einseitige Homepage im www.Rheinfelden.net-Frameset, inklusive Erstellen mit drei Fotos und Hosting, und dies für nur CHF 100.- -- Mein Zeitaufwand dafür ca.: 3-4 Stunden, also 25 Fr./Std. - zeigen Sie mir einen Webdesigner, der für einen solchen Lohn überhaupt den Computer einschaltet!
     
  • Und vor allem:
    Mit Susanne Herrwerth ist ein neues Gespräch anberaumt. Dieses hätte schon längst stattfinden können, wenn der Internet-Freak sich rechtzeitig gerührt hätte. Die Mail von Hauptamtsleiterin Herrwerth blieb eine Woche lang unbeantwortet, ebenso andere Kontaktversuche. - Dies ist eine Lüge.
    Als ich am Mittwoch das E-Mail von Herrn Schuler erhalten habe, habe ich versucht, den Oberbürgermeister zu kontaktieren. Dies, um von ihm zu erfahren, was er eigentlich genau an seiner Pressekonferenz erzählt hatte - Ein Punkt, der mir sehr wichtig schien. Vor allem wollte ich dies wissen, bevor ich wieder mit der Hauptamtsleiterin redete. Der OB war zu dieser Zeit gerade an einer Besprechung, und das Sekretariat hat mir ausgerichtet, dass er mich zurückrufen wolle. Auf diesen Rückruf habe ich zwei Tage lang gewartet, in denen ich ausser der Mittagspause am Mittwoch von 12.00-12.30 Uhr immer zu Hause war. Während dieser Zeit und auch später hat
    niemand versucht, mich zu kontaktieren.
    Am Freitag war ich dann abwesend. Am Montag wurde dann auf Dienstag in einer Woche ein neues Gespräch vereinbart. Mir hätte es dabei schon viel früher gepasst.
 
 
 
 
 
 
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